BUND Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg

Amphibienschutz in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg

Amphibienschutz

Erkröte auf Straße vor Autoreifen Bild:  (Kathy Büscher / pixabay / CC0 )

Schwerpunkt des Amphibienschutzes sind insbesondere die wandernden Amphibienarten, besonders die Erdkröte, der Grasfrosch und der Bergmolch. Diese leben in Wäldern, Hecken und Feldern. Von dort müssen sie im Frühjahr nach der Winterruhe zu ihren angestammten Laichgewässern wandern und nach der Eiablage wieder zurückkehren.

 

 

 

Neben den natürlichen Feinden, treffen sie dort auf menschengemachte Hindernisse, wie Straßen mit zum Teil unüberwindbaren Lärmschutzwänden, Mauern, steilen Böschungen und Gräben. Selbst auf einer wenig befahrenen Straße mit nur 60 Fahrzeugen in der Stunde überleben 80 Prozent der Kröten die Straßenüberquerung nicht, so die Experten. Sie werden entweder direkt überfahren oder sterben an schweren inneren Verletzungen durch den Luftdruck der vorbeifahrenden Fahrzeuge. Als Schutz- und Leiteinrichtung haben sich mobile Amphibienleitanlagen bewährt, die verhindern das die Tiere auf die Straße laufen. Stattdessen werden entlang der Kunststofffolie abgeleitet. In regelmäßigen Abständen sind Behälter in den Boden eingelassen, in die die Tiere dann fallen. Die Tiere aus den Behältern werden dann Morgens und Abends auf der anderen Straßenseite in die Freiheit entlassen und können weiter wandern.

In der Vergangenheit hat der BUND Schwarzwald-Baar-Heuberg circa fünf Kilometer Amphibienzäunen entlang von Straßen errichtet und mit Hilfe von vielen Ehrenamtlichen für die Dauer der Wanderzeit betreut.

Sind die Zäune an den richtigen Stellen montiert und entsprechen dem angeborenen Instinkt der Tiere, sind solche Anlagen überaus sinnvoll und der Bestand an wandernden Amphibien konnte so nach unseren Beobachtungen in den letzten Jahren stabil gehalten werden. An einigen Stellen hat sich die Population sogar weiter vergrößert.

Wir bauen und betreuen Anlagen bei VS-Rietheim, Fischbach (Teufental), Obereschach und Unterkirnach. Bei Donaueschingen (Grüningen) werden die Anlagen vom BUND betreut. Das Landratsamt Villingen-Schwenningen mit seiner Naturschutzbehörde unterstützt uns bei diesem Projekt. Ortsfesten Amphibienarten wie z. B. dem Wasserfrosch helfen wir durch Anlage von Teichen, Bachrenaturierungen und extensiver Pflege von Wiesenflächen.

Haben Sie Interesse bei unseren Amphibienschutzprojekten mit zu helfen?
Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf!

 

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