BUND Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg

Jahresbericht 2020

Unser BUND-Jahr 2020 startet im Januar noch normal mit den Naturschutztagen am Bodensee und der „Wir haben es satt!“-Demo in Tübingen. Doch ab Mitte März kam mit dem ersten Corona-Lockdown auch die Absage aller von uns geplanten Veranstaltungen.

So sollte im Mai wieder unsere Jahreshauptversammlung für 2020 mit anschließender Pflanzentauschbörse stattfinden. Diese wurde nun am 8. Mai 2021 gemeinsam mit der Jahreshauptversammlung 2021 nachgeholt.

Trotz aller schlechten Nachrichten, die das Jahr 2020 bereithielt, gab es doch auch schöne Momente. Ein solcher war die Neugründung des BUND Ortsverbands Schramberg im Juli. Im Schramberger Ortsteil Tennenbronn ist bereits seit über 30 Jahren eine Umweltgruppe aktiv. In diesem Jahr hat sie sich entschlossen sich der BUND-Familie anzuschließen. Für die Zukunft wird geplant u.a. eine Kindergruppe aufzubauen sowie einen Schmetterlingspfad einzurichten. Interessierte wenden sich an sarahhujer(at)posteo.de.

Leider konnten wir dieses Jahr kaum Veranstaltungen mit Kindergruppen und Schulklassen anbieten, doch unser Umweltbildungsgelände mit unseren zwei in die Jahre gekommenen Steinzeithäusern musste instandgehalten werden. Bei beiden Häusern waren die Dächer undicht und um weiteren Schaden an der Bausubstanz abzuwenden, wurde bei dem kleineren Haus im Sommer ein neues Dach aufgesetzt. Für das Haupthaus wird in diesem Jahr ebenfalls ein komplett neues Dach erstellt werden. Aktive Mitarbeit und Spenden für dieses Projekt sind sehr willkommen.

Zum Thema Spende: wir bieten seit letzem Jahr Spendengeschenke für den BUND an. Wenn Sie Intresse haben dies zu nutzen, nehmen Sie Kontakt auf mit unserem Büro auf. Dort gibt es “Spendengeschenkkarten“ und für den Spender auch eine Spendenquittung.

Die jährliche Herbstpflege der Hangmoorfläche „Gallisried“ bei Horgen wurde letztes Jahr größtenteils von der engagierten Ortsgruppe Rottweil übernommen und war trotz Regen wieder sehr erfolgreich.

Ein großer BUND-Erfolg war im Sommer 2020 die Verabschiedung des Biodiversitätsstärkungsgesetz durch den Landtag. Ausgelöst durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ im letzten Jahr haben wir nun mit dem Gesetz eine echte Chance für den Artenschutz erreicht. Wir bedanken uns bei allen BUND´lern, die daran mitgearbeitet haben.

Ein weiteres Thema, welches uns in der Regionalgeschäftsstelle seit August beschäftigt und auch weiterhin beschäftigen wird, ist die Planung eines fast 400 ha großen Standortübungsplatzes der Bundeswehr in einem Waldgebiet zwischen VS, Donaueschingen und Brigachtal. Es ist zu erwarten, dass Tier- und Pflanzenwelt unter der Planung stark leiden werden. Negative Effekte auf die Schutzgüter Boden, Wasser und Luft sind ebenfalls zu befürchten. Im Oktober haben wir dazu eine entsprechende Stellungnahme abgegeben, die auf unserer Homepage zu finden ist.

Ein großes Projekt war außerdem unsere Beteiligung im PV-Netzwerk Schwarzwald-Baar-Heuberg, gemeinsam mit der Bodensee-Stiftung und den Energieagenturen unserer drei Landkreise. Bislang haben wir zwei Online-Seminare zum Thema „Sonnenstrom, E-Mobilität und Tourismus“ veranstaltet, um Kommunen und gastronomische Betriebe über die Kombinationsmöglichkeiten von Photovoltaik und E-Bike-Ladestationen zu informieren.

Außerdem veranstalteten wir einen Workshop zum Thema „Solarparks und Naturschutz – ein Widerspruch?“. Dies wurde kontrovers diskutiert und  aus verschiedenen Blickrichtungen beleuchtet.

Desweiteren haben wir uns im Jahr 2020 um eine bessere Vernetzung mit  klimaschutzaktiven Gruppen in unserer Region bemüht. Bei einem gemeinsamen Vernetzungstag Ende Oktober konnten so wertvolle Kontakte geknüpft werden, um den Klimaschutz in unserer Region gemeinsam voran zu bringen.

Seit September ist auch unser neuer Bundesfreiwilliger Johann-Georg Götz in unserer Geschäftsstelle tätig. Momentan aktualisiert er die Kontakdaten unserer Mitglieder. Wir beabsichtigen, unsere Mitglieder zukünftig verstärkt über E-Mail zu Jahreshauptversammlungen u.ä. einzuladen und über unsere Aktivitäten zu informieren. Deshalb fragt Johann-Georg unsere Mitglieder per Telefon  nach Ihrer E-Mail-Adresse. Bitte wundern Sie sich deshalb nicht, wenn Sie einen Anruf von uns erhalten oder bereits erhalten haben. Wir bedanken uns für Ihre Zusammenarbeit und erhoffen uns davon erhebliche Einsparungen für Druckkosten, Porto und Ressourcen, die letztendlich wiederum unserer Umweltarbeit zu Gute kommen.

Wir wünschen Ihnen allen gute Gesundheit

 

Für das Vorstandsteam Ulrike von Kutzleben-Hausen

Jahresbericht 2020

 

 

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